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BarbadinhosConcept

Paul Van Nevel


...the early way to early music


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Repertoire

Bild Engel

Das Hauptrepertoire von BarbadinhosConcept ist die weltliche Musik vom späten Mittelalter bis zur Hochrenaissance, vor allem also Musik des 14., 15. und 16. Jahrhunderts, die mit Besetzungen von fünf bis acht Sängern und oft auch Instrumentalisten ausgeführt wird.
Die von BarbadinhosConcept auf die Konzertbühne gebrachten Werke stammen aus seltenen, unbekannten, oder wenig konsultierten Manuskripten und Drucken. Bei der Interpretation von Werken aus außergewöhnlichen Quellen ist es auch ein besonderes Anliegen von BarbadinhosConcept, verschiedene Versionen des gleichen Stückes in einem Konzert aufzuführen. Auch diese Versionen stammen meist aus wenig bekannten Manuskripten, wie dem Codex Casanatense 2856 (um 1490), dem Lorraine-Manuskript (zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts), dem Liederbuch des Fridolin Sicher (um 1515), dem Codex Reina (um 1400), dem Pepys Manuskript (15. Jahrhundert), dem Ersten Escorial Manuskript (um 1460), dem Liederbuch des Johannes Heer (um 1510), Egerton 3307 (15. Jahrhundert), oder dem Liederbuch von Nivelle de la Chaussée (um 1460).

Weiter kommt vor allem auch das unermesslich reiche Repertoire der Madrigal-Tradition des 16. Jahrhunderts zur Aufführung. Die meisten dieser Madrigale sind auf Texte von Petrarca komponiert, doch auch weniger bekannte, italienische Werke, wie Il primo libro delle Toscanelle von Gabriele Villani und Le novellette a sei voci di Simone Balsamino gehören zum Repertoire von BarbadinhosConcept.

Und schließlich werden gelegentlich - speziell um die manchmal durchaus engen Verbindungen zwischen sakraler und profaner Musik aufzuzeigen - auch geistliche Werke, wie etwa die L’homme armé-Messen auf dem Programm von BarbadinhosConcept stehen. Um spezifische Zusammenhänge zu verdeutlichen (etwa, um die Effekte zu zeigen, die entstehen, wenn mehrere Sänger die gleiche, mit mehreren verschiedenen Texten unterlegte Linie singen) wird das Ensemble auch auf das Repertoire der klassischen Vokal-Polyphonie zurückgreifen.

Und nicht nur die große Spanne an Epochen (spätes Mittelalter, Früh- und Hochrenaissance), die zahlreichen verschiedenen Formen (Ballatà, Madrigal, Virelai, Caccia, Humanistic Motet, Rondeau, Chanson, Chromatisches Madrigal...), und die Verwendung unterschiedlicher Aussprachen für den selben Text machen einen Abend mit BarbadinhosConcept zu einer neuartigen „early way to early music“-Erfahrung, sondern auch virtuoseste Diminutionen selbst in vokaler Musik und in vokalen Partien, und die oft originelle oder gar experimentelle Aufstellung der Musiker im Konzertraum.



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Sonus - Agentur für Alte Musik
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